Absencen - eine Bilderrätselgeschichte aus Regensburg

Absencen

Eine Bilder-Rätselgeschichte aus Regensburg veranschaulicht, was passiert

Die Epilepsie Beratungsstelle der Oberpfalz hat eine Bilder-Rätselgeschichte herausgebracht. Damit wird auf ansprechende Weise nachvollziehbar gemacht, was beim Auftreten von Absencen passiert und wie Erleben und Wahrnehmung von Betroffenen beeinträchtigt ist.

Der Begriff „Absence“ kommt aus dem Französischen und bedeutet Abwesenheit, d. h. Betroffene sind währenddessen kurz abwesend. Als Kernsymptom zeigen sich bei dieser Anfallsart Bewusstseinspausen. Diese sind meist nur wenige Sekunden lang, in denen die Personen nicht ansprechbar sind und ihnen auch die Erinnerung fehlt. In solchen Momenten kommt es zu einer Unterbrechung, eines Innehaltens im Tun. Der Blick ist leer und ausdruckslos, die Gesichtszüge sind schlaff. Es kann auch keine Information aufgenommen werden.

Die Absence ist die mildeste Form generalisierter Anfälle – Anfälle, bei denen die Anfallstätigkeit von beiden Gehirnhälften ausgeht.

Im Kindesalter ist die Absence-Epilepsie die häufigste generalisierte Epilepsieform.

Da solche Abwesenheitszustände oft nur kurze Zeit dauern, werden sie am Anfang häufig übersehen oder auch mit einer Verträumtheit, Unaufmerksamkeit oder Unkonzentriertheit verwechselt. Die Brisanz der Erkrankung wird zuerst nicht wahrgenommen und die Kinder werden als „Tagträumer“ oder als „Hanns Guck-in-die-Luft“ angesehen.

Bei der Absence-Epilepsie zeigt sich ein typisches Bild im EEG und sie kann in der Regel gut behandelt werden.

Um ihre Auswirkungen erklärbar und erlebbar zu machen, haben die Mitarbeiterinnen der Epilepsie Beratung Regensburg eine kurze Bildergeschichte entwickelt. Stefanie Redl, Studentin der OTH Regensburg, hat die Bilder gezeichnet und die Fragen formuliert. In der ersten Version fehlen Bilder, so als ob man kurz abwesend wäre, in der zweiten Version sind alle Bilder enthalten. Sieht man sich nur die erste Version an, ist es nicht möglich, die Fragen zur Geschichte richtig zu beantworten – SO GEHT ES KINDERN MIT ABSCENCEN!

Die Bildergeschichte soll dazu dienen, betroffenen Kindern, deren Familien oder auch Freunden die Krankheit zu erklären. In der Schulungstätigkeit der Epilepsie-Beratungsstelle wird sie in Vorträgen verwendet und auch den Kollegen der anderen bayerischen Beratungsstellen zur Verfügung gestellt.

Die Geschichte ist außerdem auf der Internetseite des Epilepsie-Lehrerpakets des Landesverbandes Epilepsie Bayern e.V. eingebunden und kann dort für den Unterricht oder zu Schulungszwecken heruntergeladen werden www.epilepie-lehrerpaket.de, Punkt 5.5.4. Absencen-Imitation für den Unterricht